Dresdner Stollenfest - www.stollenfest.de

Der Dresdner Stollen

Die Geschichte des Dresdner Stollens oder Dresdner Christstollens reicht bis in das Mittelalter zurück. Bereits 1329 erfolgte die erste urkundliche Erwähnung des Gebäcks als Weihnachtsgabe für den Bischof Heinrich in Naumburg an der Saale. In Dresden tauchte der Stollen erstmals anno 1474 als „Christbrod“ auf der Rechnung des christlichen Bartolomai-Hospitals auf. Das mittelalterliche Fastengebäck bestand damals jedoch lediglich aus Mehl, Hefe und Wasser, denn die katholischen Dogmen erlaubten in der Weihnachtszeit weder die Verwendung von Butter noch von Milch. Bereits 1470 wandten sich deshalb Kurfürst Ernst von Sachsen und sein Bruder Herzog Albrecht an Papst Nikolaus V. mit der Bitte, das Butter-Verbot aufzuheben. Jedoch ließ sich erst Papst Innozenz VIII. erweichen und schickte 1491 ein als „Butterbrief“ bekanntes Schreiben, das gehaltvollere Zutaten erlaubte, nach Dresden. Als Gegenleistung mussten die Dresdner Stollenbäcker ein „Bußgeld“ entrichten, das zum Beispiel in den Bau des Freiberger Doms floss.

Um 1500 wurden in Dresden „Christbrote uff Weihnachten“ auf dem Striezelmarkt, dem ältesten deutschen Weihnachtsmarkt, verkauft. Ab 1560 übergaben die Stollenbäcker ihrem Landesherrn zum heiligen Fest ein oder zwei Weihnachtsstollen mit einem Gewicht von 36 Pfund. Acht Meister und acht Gesellen trugen ihn zum Schloss. Im Jahr 1730 ließ der sächsische Kurfürst August der Starke für ein gewaltiges barockes Militärspektakel, das als „Lustlager von Zeithain“ in die Geschichte eingegangen ist, einen Riesenstollen von 1,8 Tonnen Gewicht backen. An dieses Ereignis knüpft das alljährlich am Sonnabend vor dem 2. Advent in Dresden stattfindende Stollenfest an.

Der Sage nach hat es mit der typischen Form des puderzuckerweißen Dresdner Christstollens eine besondere Bewandnis. Es erinnert an das in Tücher gewickelte Christuskind.

Der Dresdner Christstollen wird in seiner jetzigen Qualität erst seit diesem Jahrhundert gebacken. Es werden nur hochwertige, edle Rohstoffe, erlesene Zutaten, natürliche Aromastoffe und exotische Gewürze verarbeitet. Auch wenn es ein Grundrezept gibt, hat doch jeder Stollenbäcker sein vererbtes Familiengeheimnis. Kenner bestellen schon seit Jahren bei traditionsreichen Dresdner Bäckereien und Konditoreien.

Mehr Informationen zum Dresdner Stollen und zum Stollenkauf finden Sie unter www.dresdnerstollen.com.


Das Qualitätssiegel

Achten Sie beim Stollenkauf auf das goldene Qualitätssiegel auf Ihrem Stollenkarton. Denn dort, wo dieses Siegel drauf ist, ist auch ein echter Dresdner Christstollen drin. Der Schutzverband „Dresdner Stollen“ e.V. vergibt dieses Zeichen als Echtheitszertifikat und Garant dafür, dass der entsprechende Stollen im Großraum Dresden in Handarbeit hergestellt worden ist und den hohen Qualitätsbestimmungen des Stollenschutzverbandes entspricht. Weitere Informationen zum Qualitätssiegel erhalten Sie beim Stollenschutzverband unter Tel. 03 51 / 4 71 53 53.

Der Dresdner Stollen, der Dresdner Christstollen, der Dresdner Weihnachtsstollen und das Stollensiegel sind eingetragene Marken des Schutzverbandes „Dresdner Stollen“ e.V..

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