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Dresdner Stollenfest - www.stollenfest.deAktuell
16. Dresdner Stollenfest: Dresden feierte seine berühmteste DelikatesseDresdner Riesenstollen wog 2.336 Kilogramm Auch wenn die winterliche Kälte zuweilen doch unter die Kleidung kroch, schafften es jede Menge Sonnenstrahlen immer wieder durch die Wolken und sorgten dafür, dass am Sonnabend ganz viele Dresdner und ihre Gäste Appetit auf weihnachtliche Süßigkeiten hatten. Zu Tausenden strömten sie zum Stollenfest, um die berühmte Dresdner Leckerei mit einem großen Fest zu feiern. Und so kamen die Striezelbäcker des Schutzverbandes „Dresdner Stollen“ e.V. und des Bäcker-Fachvereines Dresden ordentlich ins Schwitzen, um ihren Riesenstollen unters Volk zu bringen. Aber sie haben es auch beim 16. Stollenfest wieder einmal geschafft. Gegen Viertel Vier hatten sie nach drei Stunden Bäckerfleiß den exakt 2.336 Kilogramm schweren Koloss auf dem Striezelmarkt in rund 4.000 Portionen zerteilt und an die Festbesucher verkauft. Doch das war nur das Finale einer deutschlandweit einmaligen Inszenierung. Denn nirgendwo sonst feiert man einen Kuchen auf so spektakuläre Weise wie in der sächsischen Landeshauptstadt. Das 16. Dresdner Stollenfest hatte 10.30 Uhr auf dem Schlossplatz begonnen. Die Dresdner Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) eröffnete die diesjährigen Festlichkeiten gemeinsam mit Stollenschutzverbandschef Henry Mueller. Ein von MDR-Moderatorin Anja Koebel und Mathias Schanzenbach alias Hofnarr Frölich moderiertes und mit höfischen Geschichten von August dem Starken (Steffen Urban) und Gräfin Cosel (Birgit Lehmann) garniertes Programm ließ unter anderem Stollenfest-Erfinder Peter Mutscheller, den Vorsitzenden des Bäcker-Fachvereines Bernd Richter und Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) zu Wort kommen. Kurz nach 11 enthüllten der Ehrengast des Stollenfestes, der sächsische Staatsminister für Umwelt und Landwirtschaft, Frank Kupfer (CDU), und das Dresdner Stollenmädchen Christine Herrmann den Riesenstollen. In einer prächtigen Stollenprozession wurde der riesige Christstollen anschließend durch die Altstadt gefahren – echte Schwerstarbeit für Stollenkutscher Bernd Schmidt und seine Kaltblüter Sandor (16) und Seppel (9). Diesmal mussten die starken Pferde die Arbeit nur zu zweit, ohne ihren „langjährigen Kumpel“ Sultan verrichten. Der 28-jährige Hengst, der den Riesenstollenwagen seit dem 1. Stollenfest durch Dresden gezogen hatte, ist inzwischen in den verdienten Ruhestand gegangen und genießt sein Seniorenleben auf grünen Koppeln an der Elbe. Den Stollen von A nach B zu bringen, war auch in diesem Jahr eine knifflige Aufgabe für Kutscher, Pferde, Polizei und Ordner. Baustellen, viel Verkehr und hohes Besucheraufkommen stellten enorme logistische Anforderungen an den einzigen, unmittelbar durch die barocke Altstadt gehenden Festumzug in Dresden. Zehntausende Besucher bildeten ein dichtes Spalier rund um Schlossplatz, Fürstenzug und Neumarkt. Auf dem von der Agentur Zastrow + Zastrow völlig neu gestalteten Striezelmarkt musste sich eine so genannte Umzugsgasse einer ersten Feuertaufe unterziehen. Eine Probe, die das neue Marktkonzept bestand, denn der Riesenstollenwagen schaffte es verhältnismäßig komfortabel und sicher vor die Striezelmarktbühne. Begleitet wurde das Riesenstollengefährt von vielen hübsch gestalteten Festwagen. In einem Festumzug stellten rund 450 Mitwirkende, darunter etwa 150 Bäcker, Konditoren Gesellen und Fachverkäuferinnen sowie Lehrer und Auszubildende des Beruflichen Schulzentrums für Ernährung und Agrarwirtschaft in Dresden, in 21 Bildern die Geschichte des Dresdner Stollens und sächsische Handwerkstraditionen dar. Erneut beteiligten sich mit den Schornsteinfegern, Fleischern, Müllern, Eismachern, Klempnern und Heizungsbauern sowie den Räucherkerzenmachern von Knox aus Mohorn befreundete Handwerker der Bäcker und Konditoren am Umzug. Erstmals waren die Nachwuchsgastronomen von der HOGA auf Schloß Albrechtsberg dabei. Die Stollenprozession dauerte etwa 45 Minuten und bildete eine 400 Meter lange Schlange. 12.25 Uhr wurde der Gigant mit dem atemberauben-den, 12 Kilogramm schweren und 1,60 Meter langen Riesenstollenmesser auf dem Striezelmarkt angeschnitten. 16 Jahre war Walter Säurig als „Königlicher Hofbäckermeister“ für den Anschnitt zuständig und schwang mit Geschick und Genauigkeit stets sicher die gewaltig-scharfe Klinge. Jetzt übergab der Altmeister sein „Amt“ an die junge Generation und führte seinen Nachfolger, den Bäckermeister Renè Krause, der in Dresden-Leuben einen alteingesessenen Familienbetrieb führt, in die Kunst des Stollenanschneidens ein. Gemeinsam nahmen Alt und Jung mit Stollenmädchen Christine Hermann an der Seite den spektakulären Anschnitt des Riesenstollens. Die erste Portion erhielten Staatsminister Frank Kupfer und Oberbürgermeisterin Helma Orosz. Der Riesenstollen brachte in diesem Jahr exakt 2.336 Kilogramm auf die Waage. Der 2009er Striezel war 3,15 Meter lang, 1,75 Meter breit, 75 Zentimeter hoch und enthielt unter anderem etwa 700 Kilogramm Mehl, 1,8 Millionen Sultaninen, 382 Kilogramm Butter, 210 Kilogramm Zucker und 51 Liter Rum. Damit war er der kleinste Stollen in der Festgeschichte. Nach Zeiten der Rekordjagd, in denen die fleißigen Bäckersleute nach dem Motto „höher, schneller, weiter“ das Gewicht des Superstollens in die Höhe trieben, hat man schon vor einigen Jahren entschieden, das Riesenstollenbacken wieder auf seine Wurzeln zurückzuführen und sich am historischen Vorbild zu orientieren. Der Ur-Riesenstollen stammt von 1730, als August der Starke im Rahmen des legendären Zeithainer Lustlagers (bei Riesa) einen etwa 1,8 Tonnen schweren Stollen backen lies. Dieser Stollen und das als Fest barocker Lebensart in die Geschichte eingegangene Lustlager dienten als Inspiration für die 1994 in Dresden entstandene Stollenfest-Tradition. Mit den heutigen Stollen sind die Bäcker und Konditoren somit wieder stärker am Original dran. Der schwerste Stollen aller Zeiten bleibt der im Jahr 2000 gebackene Milleniumsstriezel. Er wog 4.200 Kilogramm. Einen Teil der Einnahmen aus dem Riesenstollenverkauf werden die Bäcker und Konditoren für die Restauration des Bildes "Dresden vom rechten Elbufer unterhalb der Augustusbrücke" von Bernardo Bellotto - besser bekannt als der "Canalettoblick" - spenden. Ein weiterer Teil des Verkaufserlöses geht in die Förderung des Bäcker- und Konditorennachwuchses. Die genaue Summe wird erst in ein paar Tagen feststehen. Für die Organisatoren war das Stollenspektakel ein großer Erfolg. Wie Festorganisatorin Ariane Lang von der verantwortlichen Agentur Zastrow + Zastrow am Sonntag mitteilte, seien die Festlichkeiten rund um die berühmteste Delikatesse der Stadt wieder eine eindrucksvolle Werbung für die „deutsche Weihnachtshauptstadt Dresden“ und das Dresdner Bäcker- und Konditorenhandwerk gewesen und zugleich ein faszinierendes „Zeugnis sächsischen Handwerkerfleißes“. Das Fest habe sich seit 1994 zum Höhepunkt des Striezelmarktes entwickelt und sei inzwischen ein Ereignis mit internationaler Ausstrahlungskraft. Das 17. Dresdner Stollenfest findet am 4. Dezember 2010 statt. 16. Stollenfest am 5. Dezember: Prächtige Stollenprozession in DresdenGrößter Stollen der Welt rollt erstmals über den neu gestalteten Striezelmarkt – Neue Umzugsgasse – Riesenstollenanschnitt mit Landwirtschaftsminister Kupfer und Oberbürgermeisterin Orosz Es ist soweit. Das 16. Dresdner Stollenfest steht vor der Tür und der größte Stollen der Welt rollt durch die sächsische Landeshauptstadt. Am Sonnabend (5. Dezember, 10.30 bis 15.00 Uhr) feiern die Dresdner ihre vielleicht berühmteste Delikatesse, den Dresdner Stollen, mit einem großen Volksfest. Wohl nirgendwo sonst auf der Welt schenkt man einem „Kuchen“ so große Aufmerksamkeit. Und nirgendwo sonst kann man in einem Fest gleich zwei Superlative sehen: den größten Stollen und eines der größten Messer der Welt. In einem farbenfrohen Festumzug, der so genannten Stollenprozession, fahren die Bäcker und Konditoren der sächsischen Metropole dabei einen rund zweieinhalb Tonnen schweren Riesenstollen durch ihre Stadt. Das gewaltige Exemplar (3,15 Meter lang, 1,75 Meter breit, 75 Zentimeter hoch), das unter anderem aus 700 Kilogramm Mehl, 1,8 Millionen Sultaninen, 382 Kilogramm Butter, 210 Kilogramm Zucker und 51 Litern Rum besteht, entspricht einer detailgetreuen Vergrößerung eines typischen Dresdner Vier-Pfund-Christstollens und wird auf einem von zwei Pferden gezogenen Fuhrwerk zehntausenden Schaulustigen in der barocken Altstadt präsentiert und anschließend auf dem ältesten deutschen Weihnachtsmarkt teilweise für einen guten Zweck verkauft. Im vergangenen Jahr kamen rund 100.000 Menschen zum Festumzug und auf den Striezelmarkt. Inzwischen gilt das Stollenfest als Höhepunkt des berühmten, 575 Jahre alten Striezelmarktes. Die Details: Das Stollenspektakel startet kurz vor halb 11 auf dem Schlossplatz mit dem gemeinsamen Aufzug von Spielmannszügen und Fahnenschwingern sowie dem Einzug der Festwagen. Bis 11.00 Uhr unterhalten MDR-Moderatorin Anja Koebel und Matthias Schanzenbach alias Hofnarr Frölich die Festbesucher mit amüsanten Geschichten rund um den Dresdner Stollen. Danach wird der Riesenstollen feierlich enthüllt und das Gewicht des Giganten der interessierten Öffentlichkeit verraten. Mit dabei sind viele prominente Festgäste – allen voran der sächsische Landwirtschaftsminister Frank Kupfer (CDU), Dresdens Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU) und Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert (FDP). 11.20 Uhr startet die große Stollenprozession durch die barocke Altstadt. Insgesamt werden 21 Szenen, darunter die lange Geschichte des Dresdner Stollens, gezeigt. Dazu gehören der päpstliche Buttererlass von 1491, der Siebenlehner Bäckerkrieg von 1615 und das Zeithainer Lustlager von 1730. 11 Festwagen und Oldtimer, drei Fanfarenzüge, Soldaten in historischen Uniformen, August der Starke, die Preußenkönige Friedrich Wilhelm I. und Friedrich der Große, Gräfin Cosel, Stollenmädchen Christine Herrmann und mehr als 100 Bäcker und Konditoren, Gesellen, Auszubildende, Fachverkäuferinnen und Pädagogen vom Beruflichen Schulzentrum für Agrarwirtschaft und Ernährung sind bei der Stollenprozession zu sehen. Erneut zeigen auch befreundete Handwerker der Dresdner Striezelbäcker die Traditionen ihrer Gewerke im Festumzug. So beteiligen sich die Dresdner Fleischer, Klempner und Heizungsbauer, die Eismacher, die Müller von der Dresdener Mühle, die Schornsteinfeger und die Räucherkerzenmacher von Knox aus Mohorn mit eigenen Festwagen mit von der Partie. Erstmals beteiligen sich die Nachwuchsgastronomen von der HOGA auf Schloß Albrechtsberg mit am Umzug. Das 16. Dresdner Stollenfest präsentiert sich mit der gewohnten Umzugsstrecke. „Die Stollenprozession ist der einzige Festumzug in Dresden, der nicht nur komplett traditionell gestaltet ist, sondern konsequent mitten durch das Herz der Stadt, vorbei an fast allen großen Sehenswürdigkeiten Dresdens geht“, so Festorganisatorin Ariane Lang. Die Umzugsstrecke verläuft in einem Rundkurs vom Schlossplatz aus am Fürstenzug entlang, vorbei am Hilton Hotel, an Frauenkirche, Coselpalais und Albertinum die Schießgasse hinauf. An der Landhausstraße geht es zurück in Richtung Neumarkt, Fürstenzug und Schlossplatz, durch die Chiaverigasse, vorbei an Semperoper, Zwinger und Taschenbergpalais in die Schlossstraße und direkt auf den Striezelmarkt zu gelangen. Erstmals rollt der größte Stollen der Welt über den in diesem Jahr komplett neu gestalteten Striezelmarkt. Der älteste Weihnachtsmarkt Deutschlands, der auf Grundlage einer Idee und eines Konzepts der Dresdner Eventagentur Zastrow + Zastrow ein völlig neues Gesicht erhalten hat, erlaubt es in diesem Jahr zum ersten Mal in der Festgeschichte, dass der gesamte Festkonvoi direkt über den Markt zieht. Da bei der Umgestaltung des neuen Striezelmarktes eine Umzugsgasse eingeplant wurde, haben Stollenkutscher Bernd Schmidt und seine Kaltblüter Sandor und Seppel diesmal mehr Platz als sonst und können sogar alle anderen Festwagen mit auf den Markt nehmen. Dadurch wird nach Worten von Ariane Lang die Attraktivität der Stollenprozession weiter zunehmen. Wie immer erfolgt gegen 12.15 Uhr auf dem Striezelmarkt der Anschnitt des Riesenstollens durch den „königlichen Hofbäckermeister“ Walter Säurig und das Dresdner Stollenmädchen mit dem 1,60 Meter langen, 12 Kilogramm schweren Riesenstollenmesser. Die erste Portion erhalten natürlich Landwirtschaftsminister Frank Kupfer und Oberbürgermeisterin Helma Orosz. Anschließend wird der Riesenstriezel in Portionen von mindestens 500 Gramm zerteilt und für 4,00 Euro pro Portion an die Festbesucher verkauft. Der Verkauf der Stollenportionen erfolgt aus organisatorischen Gründen im Tausch gegen so genannte „Stollentaler“. Diese werden im Umfeld des Festumzuges und auf dem Striezelmarkt von fliegenden Händlern angeboten. Einen Teil der Einnahmen aus dem Riesenstollenverkauf werden die Bäcker und Konditoren der Restauration des Bildes "Dresden vom rechten Elbufer unterhalb der Augustusbrücke" von Bernardo Bellotto - besser bekannt als der "Canalettoblick" - spenden. Ein weiterer Teil des Verkaufserlöses geht in die Förderung des Bäcker- und Konditorennachwuchses. Während des Verkaufes läuft auf der Striezelmarktbühne ein buntes Programm rund um Weihnachten, Dresden und den Stollen. Moderiert wird es von Anja Koebel und Mathias Schanzenbach. Hin und wieder schauen auch August der Starke (Steffen Urban) und Gräfin Cosel (Birgit Lehmann) Gegen 15.00 Uhr wird das Stollenfest zu Ende sein. Der Riesenstollen ist fertig: Bäcker-Fachverein baute Feststriezel zusammen1,8 Millionen Sultaninen und 51 Liter Rum Der Riesenstollen für das 16. Dresdner Stollenfest am 5. Dezember ist fertig. Heute setzten 30 Bäcker und Konditoren des Bäcker-Fachvereines Dresden um Chef Bernd Richter den voraussichtlich rund zweieinhalb Tonnen schweren Super-Striezel zusammen. In diesem Jahr wurde der Stollen erstmals in der eigens dafür eingerichteten „Stollenwerkstatt“ bei den Autoprofis von der Sachsengarage in der Liebstädter Straße zusammengebaut. „Das Stollenfest ist eine Dresdner Tradition die zu Dresden genauso gehört wie die Sachsengarage. Neben unserer Unterstützung von Dresdner Vereinen, wie den Volleyballerinnen des DSC, ist das ein Projekt, das wir längerfristig unterstützen möchten“, erklärte Chris Wyrembeck, Geschäftsführer der Sachsengarage zum Engagement des Autohauses beim Stollenfest. „Das Prozedere dauerte fünf Stunden und erfolgte direkt auf dem Riesenstollenwagen“, sagte Richter. „Früher dauerte der Zusammenbau auch schon mal die doppelte Zeit. Nach 15 Riesenstollen haben die Dresdner Striezelbäcker aber inzwischen so viel Erfahrung gesammelt, dass der 16. Stollengigant gut von der Hand ging.“ Insgesamt wurden mehr als 250 Stollenplatten aus rund 80 Bäckereien und Konditoreien des Schutzverbandes „Dresdner Stollen“ e.V. zusammengefügt. Die reichlich 8 Kilogramm schweren Platten wurden mit Zucker und Butter verklebt und nach mathematischen Berechnungen in die proportional vergrößerte Form eines typischen Dresdner Vier-Pfund-Stollens gebracht. Insgesamt wurden zum Beispiel mehr als 700 Kilogramm Mehl, 1,8 Millionen Sultaninen, 382 Kilogramm Butter, 210 Kilogramm Zucker und 51 Liter Jamaika-Rum verarbeitet. Der 2009’er Striezel ist 3,15 Meter lang, 1,75 Meter breit und etwa 75 Zentimeter hoch. Einen Riesenstollenrekord wird es diesmal nicht geben. Nach Zeiten der Rekordjagd, in denen die fleißigen Bäckersleute nach dem Motto „höher, schneller, weiter“ das Gewicht des Superstollens in die Höhe trieben, hat man schon vor einigen Jahren entschieden, das Riesenstollenbacken wieder auf seine Wurzeln zurückzuführen und sich am historischen Vorbild zu orientieren. Der Ur-Riesenstollen stammt von 1730, als August der Starke im Rahmen des legendären Zeithainer Lustlagers (bei Riesa) einen etwa 1,8 Tonnen schweren Stollen backen lies. Dieser Stollen und das als Fest barocker Lebensart in die Geschichte eingegangene Lustlager dienten als Inspiration für die 1994 in Dresden entstandene Stollenfest-Tradition. Mit den heutigen Stollen sind die Bäcker und Konditoren somit wieder stärker am Original dran. Der schwerste Stollen aller Zeiten bleibt der im Jahr 2000 gebackene Milleniumsstriezel. Er wog 4.200 Kilogramm. Auf dem 16. Dresdner Stollenfest am kommenden Sonnabend (10.30 bis 15.00 Uhr) wird der Riesenstollen auf dem Schlossplatz feierlich enthüllt und in einer malerischen Stollenprozession durch die barocke Dresdner Altstadt gefahren werden. 12.15 Uhr erfolgt der Anschnitt des Super-Striezels mit dem gewaltigen Riesenstollenmesser auf dem Striezelmarkt. Anschließend wird der Stollen in Portionen von mindestens 500 Gramm zerteilt und für vier Euro pro Portion an die Festbesucher verkauft. Einen Teil der Einnahmen aus dem Riesenstollenverkauf werden die Bäcker und Konditoren der Restauration des Bildes "Dresden vom rechten Elbufer unterhalb der Augustusbrücke" von Bernardo Bellotto - besser bekannt als der "Canalettoblick" - spenden. Ein weiterer Teil des Verkaufserlöses geht in die Förderung des Bäcker- und Konditorennachwuchses. Scharfe Sache: Stollenmädchen Christine brachte Riesenstollenmesser in den Pulverturm an der FrauenkircheDas Riesenstollenmesser ist wieder da. Nachdem es in den vergangenen Monaten im Tresor ruhte, ist es pünktlich zur Stollenzeit wieder zu besichtigen. Als Startsignal für den Beginn der letzten Etappe der Vorbereitung des traditionellen Stollenfestes präsentierte das Dresdner Stollenmädchen Christine Herrmann (19) das berühmte Messer heute vor dem Pulverturm an der Frauenkirche. Bis zum 16. Dresdner Stollenfest am 5. Dezember wird es dort ausgestellt sein. Nach dem Anschnitt des Riesenstriezels auf dem Altmarkt ist es dann noch bis Weihnachten im Pulverturm, in welchem Christine Herrmann zurzeit auch ihre Ausbildung zur Bäckerin absolviert, zu besichtigen. Das „Große Dresdner Stollenmesser“ gehört neben dem etwa zwei Tonnen schweren Riesenstollen zu den Attraktionen des Dresdner Stollenfestes und den Superlativen der Dresdner Weihnacht. Mit einer Länge von 1,60 Meter und einem Gewicht von 12 Kilogramm gehört es zu den größten Messern der Welt. Das Riesenstollenmesser wurde 1994 extra für das 1. Stollenfest von sächsischen und Solinger Handwerksbetrieben geschaffen. Die eigentümliche Messerform erinnert an das legendäre Zeithainer Lustlager, das als eines der größten Barockfeste Europas und gigantische Truppenschau Sinnbild für die Zeit August des Starken ist. Dem Erfinder des Stollenfestes, dem Kunstexperten Peter Mutscheller, diente das Lustlager als Inspiration. August der Starke hatte 1730 ebenfalls einen Riesenstollen backen lassen. Dieser brachte jedoch „nur“ 1,8 Tonnen auf die Waage. Das damalige Backwerk unterscheidet sich zudem sowohl von seiner Zusammensetzung als auch von der Herstellungsweise von heutigen Riesenstollen erheblich. Bei seinen Forschungen in Dresdner Museen und Archiven stieß Mutscheller 1994 auf einen uralten Stich des Künstlers Elias Back, der Szenen des Zeithainer Lagers und zwei Engel zeigt, die ein prächtiges Kuchenmesser halten. Diese Abbildung wurde zur Vorlage für das „Große Dresdner Stollenmesser“. Traditionell werden der „Königliche Hofbäckermeister“ Walter Säurig und das Stollenmädchen Christine Herrmann am 5. Dezember Punkt 12.15 Uhr mit dem Stollenmesser einen etwa zwei Tonnen schweren Riesenstollen auf dem Dresdner Striezelmarkt anschneiden. Das versilberte Tafelwerkzeug wird zuvor in einer farbenfrohen Stollenprozession zehntausenden Schaulustigen in der barocken Altstadt präsentiert. Zwei kräftige Bäckerburschen tragen es im Festumzug. Das Stollenfest beginnt 10.30 Uhr auf dem Schlossplatz. Der rund 300 Meter lange Festumzug startet gegen 11.15 Uhr. Inzwischen wird das „Dresdner Stollenmesser“ in handelsüblichen Größen von der Bremer Besteckmanufaktur Koch & Bergfeld (www.koch-bergfeld.de) in Lizenz gefertigt und ist unter anderem dort und in den Filialen des Juweliers Leicht und im Café Kreutzkamm am Altmarkt in verschiedenen Varianten erhältlich - vielleicht das richtige Weihnachtsgeschenk! Backen des Riesenstollens läuft auf HochtourenFast 140 Bäckereien und Konditoreien beteiligt Das Backen des Dresdner Riesenstollens für das 16. Dresdner Stollenfest am 5. Dezember (Beginn 10.30 Uhr auf dem Schlossplatz) läuft auf Hochtouren. In fast 140 Bäckereien und Konditoreien des Schutzverbandes „Dresdner Stollen“ e.V. glühen Tag und Nacht die Öfen, um die rund 200 benötigten Stollenplatten mit einem Gewicht von jeweils 8 Kilogramm bis zum 29.11. fertigzustellen. Genau dann wird der diesjährige Riesenstollen in der Sachsengarage an der Winterbergstraße zusammengebaut. Bis dahin werden gewaltige Mengen an Mehl, Zucker, Sultaninen, Milch, Butter, Zitronat und Gewürzen zu Teig geknetet, in Stollenplatten-Form gebracht und auf großen Blechen gebacken, um den Dresdnern und ihren Gästen zum Fest einen leckeren Riesenstriezel zu bescheren. Direkt auf dem Riesenstollen-Fuhrwerk, das beim traditionellen Festumzug zum Einsatz kommt, werden die einzelnen Platten dann zu einem rund 3,15 Meter langen, 1,58 Meter breiten und etwa 70 Zentimeter hohen Backwerk zusammengesetzt. Damit entspricht der Riesen-Striezel bis ins Detail einer proportionalen Vergrößerung des typischen Dresdner Vierpfund-Stollens. Ganz besonders lange brennen die Lichter natürlich in der Bäckerei Grundmann, der„Heimatbäckerei“ des 15. Dresdner Stollenmädchens Christine Herrmann und des 7. Dresdner Stollenmädchen Maria Grundmann. Die Bäckerei Grundmann gehört zu den renommiertesten Bäckereibetrieben der Stadt. Der 1907 gegründete Familienbetrieb beschäftigt heute 60 Mitarbeiter, die zur Stollensaison täglich etwa 300 Striezel backen. Backen des Riesenstollens hat begonnenAugust der Starke und Hofnarr Frölich übergaben „Riesenstollen-Erlass“ an Dresdner Stollenbäcker Die Residenzstadt Dresden feiert am 5. Dezember (10.30 bis 15.30 Uhr) das 16. Dresdner Stollenfest, und das ruft natürlich auch den sächsischen Hofstaat auf den Plan. Denn zum alljährlichen Stollenspektakel erwarten August der Starke und sein Gefolge wieder zehntausende Schaulustige aus nah und fern, die den größten Christstollen der Welt und den farbenfrohen Festumzug der Dresdner Handwerkerschaft sehen wollen. Heute fiel auf der Brühlschen Terrasse der Startschuss zum Backen des traditionellen Riesenstollens für das Stollenfest. Aus den Händen von August dem Starken (Steffen Urban) und Hofnarr Frölich (Matthias Schanzenbach) nahmen die Dresdner Stollenbäcker und das Stollenmädchen Christine Herrmann (19) den so genannten Riesenstollen-Erlass in Empfang. Vier Wochen vor dem Stollenfest beginnt damit die Herstellung eines etwa drei Tonnen schweren Feststriezels. Der Erlass, der die Zutaten für „das Backen eines Dresdner Riesenstollens“ auflistet, fordert seit dem 1. Stollenfest im Jahre 1994 die Dresdner Bäcker und Konditoren auf, mit dem Backen des gigantischen Weihnachtskuchens zu beginnen. In knapp 140 Bäckereien und Konditoreien des Schutzverbandes „Dresdner Stollen“ e.V. glühen ab sofort die Öfen, um die rund 350 benötigten Stollenplatten mit einem Einzelgewicht von jeweils 8 Kilogramm für den Mega-Stollen zu backen. Insgesamt werden zum Beispiel 1,3 Tonnen Mehl, 858 Kilogramm Sultaninen, 390 Kilogramm Zucker, 26 Kilogramm Salz und 1,8 Kilogramm Macisblüte verarbeitet werden. Christine Herrmann ist das neue Dresdner StollenmädchenBäcker und Konditoren wählten Stollenmädchen für die Saison 2009/10 – „Weihnachtshauptstadt Dresden“ hat ein neues Gesicht Das Geheimnis ist gelüftet. Der Dresdner Stollen, das Dresdner Stollenfest und die „Weihnachtshauptstadt Dresden“ haben ein neues Gesicht. Christine Herrmann heißt das neue Dresdner Stollenmädchen. Der Schutzverband „Dresdner Stollen“ e.V. und die Dresdner PR-Agentur Zastrow + Zastrow, die das Stollenfest seit 1994 organisiert, wählten die 19-jährige Auszubildende für die Stollensaison 2009/2010. Die angehende Bäckerin aus Dresden tritt damit die Nachfolge des bisherigen Stollenmädchens Luise Schneider an. In den kommenden zwölf Monaten wird die hübsche Brünette vor allem repräsentative Aufgaben bei der Vorbereitung des 16. Dresdner Stollenfestes am 5. Dezember 2009, der Darstellung des Dresdner Bäcker- und Konditorenhandwerkes sowie der Vermarktung des Dresdner Stollens übernehmen. Besonders während der Adventszeit wird das Stollenmädchen überregional für das weihnachtliche Dresden werben und als Botschafterin des Dresdner Stollens und des Stollenfestes in Deutschland unterwegs sein. Unter anderem stehen Termine in München, Frankfurt a.M und Hamburgburg auf dem Programm. In diesem Jahr musste die aus Vertretern der PR-Agentur Zastrow + Zastrow sowie Bäckern und Konditoren bestehende Jury aus 12 Stollen-mädchen-Kandidatinnen des Beruflichen Schulzentrums für Ernährung und Agrarwirtschaft in Dresden eine Auswahl treffen. Die entscheidenden Kriterien für die Nominierung waren wie immer gute schulische Leistungen sowie fundierte Kenntnisse über den Dresdner Stollen und die Tradition des Stollenfestes. Die Präsentation des neuen Stollenmädchens fand bereits zum zweiten Mal in den Museen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden statt. Die Generaldirektion stellte dafür in diesem Jahr extra den kleinen Schlosshof im Dresdner Residenzschloss zur Verfügung. Nach Sophia Looß 1995, Steffi Silbermann 1996, Susanne Hayn 1997, Susann Gnauck 1998, Karin Seifert 1999, Marlene Parth 2000, Maria Grundmann 2001, Katharina Franke 2002, Sindy Funk 2003, Denise Hoffmann 2004, Natalie Liwadnich 2005, Mandy Irmscher 2006, Sylvia Biedermann 2007 und Luise Schneider 2008 ist Christine Herrmann das 15. gewählte Stollenmädchen. Christine Herrmann wurde in Dresden geboren, wohnt noch dort und arbeitet seit drei Jahren im Pulverturm an der Frauenkirche und in der Bäckerei Dietrich Grundmann in Striesen. Sie erlernt im dritten Lehrjahr am Beruflichen Schulzentrum für Ernährung und Agrarwirtschaft in Dresden den Beruf des Bäckers. Videoclip vom 15. Dresdner Stollenfestwww.dresden-filmguide.de/film/anzeigen/kategorie/weihnachten/ | ||